„Frauen sind wie Feuer und Wasser; Himmel und Erde“ (#1)

Foto: privat

Schauspielerin Anne Berndt im Interview

von Mercy Ferrars

Am 08. März 2019 wurde der Internationale Frauentag in Berlin zum ersten Mal als Feiertag ausgesprochen. Ferrars & Fields traf Schauspielerin und Creative Director Anne Berndt zum exklusiven Interview und sprach über aktuelle Projekte, die Gender Pay Gap in der Film- und Medienbranche und das beste Musical der Welt.



FF Mag: Herzlich Willkommen, Anne! Magst du dich einmal vorstellen?

Anne: Ich bin Anne, 25, lebe in Köln, bin Schauspielerin und arbeite vor und hinter den Kulissen der Film- und Medienbranche.

FF Mag: Wann war es für dich klar, dass du hauptberufliche Schauspielerin werden möchtest?

Anne: Für mich war das als Kind bereits ein großer Traum, und ich konnte mir auch im Laufe meiner Kindheit und Jugend nichts anderes vorstellen. Es gibt so einen Abba-Song, in dem es heißt:

mother says I was a dancer/ before I could walk

(Abba – Thank You for the Music)

Der Traum vom Schauspielen wurde dann aber immer ernster, ich habe dann auch Theater gespielt als Kind, und Musicals. Der Traum hörte nicht auf, und dann habe ich Schauspiel studiert.

FF Mag: Was hast du vor der Schauspielkarriere noch so ausprobiert? Ging es gleich nach dem Abitur ins Schauspiel-Studium?

Anne: Ich wollte wirklich jahrelang bereits Schauspielerin werden. Dann habe ich Abitur gemacht im Bereich Psychologie/Pädagogik und hatte auch ein sehr gutes Abitur mit einem Einser-Schnitt und dachte dann schon kurz: Werfe ich mein Leben jetzt weg, wenn ich jetzt „nichts richtiges“ mache? Ich hatte dann überlegt, ob ich Lehrerin für Deutsch und Ethik werde – das habe ich allerdings relativ schnell verworfen und bin zur Schauspielschule gegangen. Ich habe Schauspiel studiert und wurde staatlich anerkannte Schauspielerin.


FF Mag: Wie schaffst du es, das Schauspiel und die Arbeit als Creative Director zeitlich zu vereinen?

Anne: (lacht) Ja, also direkt nach der Schauspielschule war ich zwei Jahre lang hauptberuflich Schauspielerin, und während dieser Zeit habe ich mir ganz oft gewünscht, meine eigene Produktionsfirma zu haben – zuerst denkt man natürlich, ’naja okay, vielleicht in 10 Jahren‘, aber ich dachte mir dann, warum eigentlich nicht jetzt? Mein Freund ist Kameramann seit über 12 Jahren, hatte davor schon eine andere Produktionsfirma und ich hab mich jetzt mit ihm zusammen getan und wir haben zusammen diese Firma aufgebaut: Die Creave Film Agency. Wir haben auch zwei Auszubildende und arbeiten gemeinsam mit Freelancern. Ich bin jetzt als Schauspielerin einfach nicht mehr so abhängig davon, möglichst viele Schauspiel-Jobs zu bekommen, denn ich habe ja noch dieses große zweite Standbein und kann auch wirklich Sachen mit vollem Herzen machen. Was mir ebenso auffällt, ist, dass ich jetzt viel entspannter bin, wenn ich zu Castings gehe, weil ich weiß, selbst wenn ich den Job nicht bekomme, kann ich immer noch meine Miete zahlen.


FF Mag: Sicherlich gewinnt man auch ein großes Stück kreative Freiheit dazu, wenn man diese finanzielle Abhängigkeit nicht mehr hat. Gerade liegt der Fokus also mehr auf der Filmagentur?

Anne: Im Moment ja, wir haben seit Januar ein eigenes Büro und haben all unsere Möbel selbst aufgebaut – dabei habe ich auch noch die Handwerkerin in mir entdeckt (lacht).

FF Mag: Aha, also vielleicht doch noch ein drittes Standbein? 🙂

Anne: Ja, also zuvor hatte ich noch nie so richtig eine Bohrmaschine angefasst, aber jetzt fällt es mir viel leichter, Schrauben in Möbel hinein zu drehen (lacht). Es war einfach sehr viel Arbeit, das Büro aufzubauen, und im Moment ist die Zeitverteilung ungefähr 80:20. Mir ist über die Jahre auch einiges Negatives in der Schauspielbranche aufgefallen, und ich bin gerade auch dabei, mir zu überlegen, wie ich das für meine Schauspieler besser gestalten kann.


FF Mag: Was sind denn deine konkreten Aufgaben als Creative Director?


Fotos: privat / kunnst magazin

Anne: Im Augenblick ist mein Freund für die Technik zuständig, und ich für die kreative Arbeit. Ich plane und schreibe Konzepte für Projekte, schreibe Sprechertexte, bin für den Kundenkontakt zuständig, und ich führe auch Regie! Außerdem caste ich auch Schauspieler und Sprecher für unsere Projekte.


FF Mag: Richtig, in deiner Vita steht auch, dass du selbständige Regisseurin und Drehbuchautorin bist!

Anne: Genau. Im Moment halte ich mich in zwei Bereichen auf: Die Projekte, für die ich Drehbücher schreibe und die wirklich Kundenwünsche sind, wo ich zwar auch meine kreative Ader auslassen kann, aber das Thema natürlich vorgegeben ist; und meine Herzensprojekte, die ich schreibe und wo ich Regie führe.

FF Mag: Eine relativ typische Frage, aber stehst du lieber vor oder hinter der Kamera?

Anne: Mir macht wirklich beides gleich viel Spaß. Ich wollte nicht das eine ohne das andere. Was mich an der Arbeit hinter der Kamera mehr reizt, ist dass man freier ist und man nicht in so viele Intrigen verwickelt wird wie im Showbusiness. Das hat mich in den letzten Jahren wirklich genervt. Da muss ich sagen, dass die Verteilung vielleicht doch so 51 zu 49 Prozent ist.


FF Mag: Ist man vor der Kamera mehr Druck ausgesetzt, weil man sichtbarer ist?

Anne: Ich glaube, das hat viel mit Bewertung zu tun. Es war für mich eine sehr wertvolle Erfahrung beim Dreh meines Kurzfilmes ‚Stillstand‚, in welchem ich gleichzeitig Regie und Schauspielerin war, zu merken dass ich viel freier bin, weil ich keinem Regisseur gerecht werden muss, der vielleicht ein anderes Bild im Kopf haben könnte als ich.


FF Mag: Hat man dann als Schauspielerin dennoch manchmal das Bedürfnis nach etwas Regie von außen?

Anne: Ich hatte erst zwei Projekte, in welchen ich gleichzeitig Regie und Schauspiel gemacht hatte. Aber in längeren Projekten hole ich mir gerne einen Coach dazu, der dann nicht als Regisseur agiert, sondern mir einfach Feedback gibt.


FF Mag: Was bedeutet denn ‚Frausein‘ für dich?

Anne: Ich finde es sehr schön, eine Frau zu sein. Ich finde, Frauen vereinen viele Gegensätze in sich, sind gleichzeitig sehr sehr stark, aber trotzdem auch sensibel – sie können gleichzeitig sehr dominant sein, Dinge organisieren und in die Hand nehmen; andererseits sind sie aber auch feinfühlig, sensibel und emotional. Das finde ich total toll, wie Feuer und Wasser oder Himmel und Erde. Gleichzeitig sind Frauen essentiell für den Fortbestand der Welt und die Weiterentwicklung der Menschheit – alle Menschen, die wir kennen, wurden von einer Frau zur Welt gebracht.
Ich glaube im Showbusiness ist es einfacher, ein Mann zu sein, weil du als Mann mehr Geld bekommst für dieselbe Leistung. Am schlimmsten ist das im Theater, wo Männer von Anfang an ein höheres Einstiegsgehalt bekommen, aber auch im Bereich Werbung oder Film stolpert man schon mal über Rollenausschreibungen, in welchen das Gehalt des Mannes bei selber Leistung rund 200 Euro höher angesetzt ist.

FF Mag: Also ist die Pay Gap im Filmbusiness immer noch sehr sichtbar?

Anne: Sehr, sehr sichtbar, weil es einfach auch mehr Schauspielerinnen gibt als Schauspieler.


FF Mag: Man hat als Produzent also ein Überangebot an weiblichen Schauspielerinnen, von denen sich dann auch prozentual mehr für die Rolle eignen?

Anne: Generell gibt es in Deutschland ein Überangebot an SchauspielerInnen – wo befinden sich diese rund 25.000 deutsche Schauspieler, bei einer so geringen Nummer an deutschen Produktionen? Es ist halb Klischee, halb Wahrheit, dass man viele Schauspieler in überbrückenden Servicejobs wiederfinden kann.
Ich persönlich konnte von der Schauspielerei leben, da ich mich breit gefächert und nicht auf eine Sache reduziert habe. Ich habe beispielsweise als Theater-, Musical-, Film- und Werbeschauspielerin, als Regisseurin, Schauspielcoach und Model gearbeitet.

FF Mag: Welche Art an Schauspiel fasziniert dich denn am meisten? Die großen, überspitzten Emotionen des Theaters oder die etwas herunter gedrehten, feineren Töne des Films?

FB_IMG_1553283184285Foto: Theater Liberi


Anne: Am Theater ist es natürlich extremer, weil du auch die Leute in der letzten Reihe erreichen musst. Im Film hast du teilweise Close-Ups nur von der Augenpartie und bist total nah am Zuschauer dran. Ich habe ein Jahr Theater gespielt, habe beispielsweise im Dschungelbuch – das Musical mitgewirkt, und was ich schade finde, ist dass das Theater eine Arbeit für den Moment ist, welche ich darüber hinaus mit niemandem teilen kann. Einen Film hingegen kann ich mit dir teilen, kann dir die DVD schicken, dich mit ins Kino nehmen oder dir den Link zum Stream schicken.

FF Mag: Welchen Kampf müssen Frauen deiner Meinung nach im Jahr 2019 immer noch kämpfen?

Anne: Einerseits ist da das große Thema Geld und die Pay Gap im Filmbusiness, als auch im Theater oder in der Werbung. Dann gibt es das große Thema Aussehen, wo es einerseits heißt: ‚Du musst schön sein‘, ‚Du musst schlank sein‘, ‚Du musst gepflegt sein‘, andererseits habe ich auch oft gehört: ‚Schön, aber kann nichts.‘, als ob Frauen, die schön sind, nicht gleichzeitig klug sein könnten. In der Schule wurde mir von einem Mädchen gesagt, nachdem ich eine gute Note geschrieben hatte: ‚Man kann nicht gleichzeitig schön und gut in Mathe sein.‘ Dann gibt es noch das große Thema Kinder: Klar ist es toll, Kinder auf die Welt zu bringen, aber ich habe oft gehört: ‚Naja, wenn du erstmal Kinder hast, dann wirst du sowieso nicht mehr als Schauspielerin arbeiten.“


FF Mag: Also wird man vor das Ultimatum gestellt: Mutterschaft oder Karriere? Außerdem implizierst du, dass Frauen immer noch viel tiefer im Wettbewerbsgedanken einander gegenüber feststecken als Männer und regst an, dass sie sich eher gegenseitig aufbauen als heruntermachen sollten?

Anne: Absolut. Ich glaube auch, oft ziehen sich Frauen schön an, nicht um den Männern zu gefallen, sondern anderen Frauen; damit andere Frauen nicht über sie lästern, sondern von ihnen beeindruckt sind.

FF Mag: Hast du weibliche Vorbilder?

Anne: Ja – meine Oma. Sie ist sehr stark, sehr dominant, und trotzdem steht sie ganz offen zu ihren Emotionen und kann auch mal lachen oder weinen, und sie ist schon immer mein Vorbild. Sie war lange allein erziehend, hatte 3 Jobs, um die Kinder durchzukriegen, und hat dennoch nie ihren Optimismus und ihre Positivität verloren – das muss man sich mal vorstellen.


FF Mag: Wer ist denn im Augenblick die coolste Frau auf der Leinwand?

Anne: Ich finde, man kann sich eine große Scheibe von der älteren Generation abschneiden. Ich habe den meisten Respekt vor älteren Schauspielerinnen und wünsche es mir auch, im Alter noch vor der Kamera zu stehen. Wer mich ganz besonders inspiriert, ist Jutta Speidel, die deutsche ‚Maryl Streep‘, die schon sehr lange im Filmgeschäft ist und viele Preise gewonnen hat, sich jedoch auch gesellschaftlich engagiert: sie hilft in ihrer eigenen Stiftung obdachlosen Müttern mit ihren Kindern. Ich habe sie auf der Berlinale von weitem gesehen und habe sie zwar nicht angesprochen, aber habe mich sehr gefreut, sie zu sehen.

FF Mag: Ähneln sich denn die Filme, die du dir als Regisseurin und Produzentin aussuchst und die, die du als Schauspielerin auswählst, oder sind sie völlig unterschiedlich?

Anne: Ich würde sagen, es ist völlig unterschiedlich, außer ich schreibe die Drehbücher selbst. Ich habe ja in der ZDF-Produktion ‚Bauhaus‚ mitgespielt, welche im Oktober rauskommt, das ist eine historische Produktion gewesen, die in den 20ern spielt. Ich könnte wirklich immer, bis zum Ende meines Lebens (lacht), in historischen Filmen mitspielen – aber ich kann mir nicht vorstellen, in historischen Filmen Regie zu führen. Alleine bei der Bauhaus-Produktion hatte ich solchen Respekt vor meinem Regisseur Lars Kraume und seinen Assistentinnen Tine Godoll und Jana Filzhuth, weil du einfach auf so viel mehr achten musst als bei anderen Produktionen. Auch Industrieproduktionen, die ich Regie führe, sind ein gutes Beispiel. Und Nacktszenen kämen für mich als Schauspielerin nicht in Frage, das ist einfach meine persönliche Grenze. Als Regisseurin hätte ich da jedoch keinerlei Probleme, da ich es völlig in Ordnung finde, wenn sich Menschen nackt zeigen – nur ich möchte es nicht.


FF Mag: Welche Projekte kommen denn in der nächsten Zeit so auf dich zu?

Anne: Ich freue mich sehr über die Ausstrahlung der Bauhaus-Produktion, weil es eines der coolsten Projekte war, die ich je hatte und außerdem in den 20er Jahren spielt. Es war sehr spannend, bei einer historischen Produktion dabei gewesen zu sein. Natürlich bin ich auch gespannt, wie viel von mir letztendlich drin bleibt (lacht). Ansonsten gibt es einige Projekte, die ich dieses Jahr umsetzen möchte, persönlich sowie mit meiner Filmagentur Creave, unter anderem Imagefilme oder Musikvideos. Auch eine etwas längere Produktion ist geplant, zu der ich allerdings gar nicht so viel verraten möchte, nur so viel: es wird um einen Roadtrip gehen.

FF Mag: Was würdest du denn den Menschen, die deine Filme sehen – sowohl als Schauspielerin als auch als Regisseurin – manchmal gerne zuvor sagen?

IMG_20190214_204542-01.jpegFoto: Anne beim 99 Fire Film Award 2019 mit einer Nominierung ihres Kurzfilmes ‚Stillstand‘ / privat


Anne: Nicht nur auf meine eigenen Projekte bezogen, würde ich den Zuschauern raten: Mehr genießen, und weniger bewerten! Oft geht man ins Theater oder schaut einen Film und findet tausend Kritikpunkte, aber ich wünschte mir, die Menschen würden sich erst einmal auf das, was auf der Leinwand oder Bühne passiert, einlassen.

FF Mag: Gibt es etwas, was du jungen Frauen die gerne einer Karriere in der Filmbranche nachgehen würden, mit auf den Weg geben möchtest?

Anne: Zunächst einmal sollte man sich breit fächern und die Fühler so weit wie möglich ausstrecken. Und selbst wenn man beim Film bleiben sollte, sollte man das Theater dennoch nicht außen vorlassen, weil das Theater die beste Basis ist. Außerdem: Nicht unterkriegen lassen, einfach machen! Wenn du Schauspiel studierst hast du die Möglichkeit, dich total auszuprobieren. Du bist wie ein unbeschriebenes Blatt, und solltest versuchen, so viel verschiedene Erfahrungen wie möglich mitzunehmen.

FF Mag: Liebe Anne, was ist denn dein absoluter Lieblingsfilm aller Zeiten?


Anne: (lacht) Also ich bin ein riesiger Musicalfan. Ich liebe es, Musicals zu schauen, habe bereits schon als Kind in einigen Musicals mitgespielt und auch zuletzt im Dschungelbuch – das Musical war ich mit von der Partie. Mein großer Traum wäre es, in einem Musicalfilm mitzuspielen oder selbst einen zu drehen. Entsprechend lautet die Antwort: Mamma Mia! – der Film (lacht) mit Meryl Streep und Amanda Seyfried. Vor allem Teil 1, von Teil 2 war ich sehr enttäuscht. Ich habe Mamma Mia! bestimmt so an die 40 Mal gesehen, auch wenn sich ein Arthaus- oder Lars von Trier Film nun sicherlich intellektueller anhören würde, aber es bleibt bei Mamma Mia!


FF Mag: Abschließend würde uns deine Meinung zu einem ‚Hollywood-Trend‘ interessieren. Einige Menschen werfen Hollywood gerade die ‚generische‘ Besetzung von weiblichen Hauptrollen vor, und behaupten sogar, dass dieser ‚Hype‘ übertrieben wird und sich ins Negative umkehren wird. Was denkst du dazu?

Anne: Ich finde es super, dass es momentan so viele weibliche Hauptrollen gibt. Gerade die jetzt heranwachsende Generation braucht starke Identifikationsfiguren und Vorbilder. Wenn man sich mal die Geschichte anschaut, so gab es früher überwiegend männliche Hauptrollen, also der ‚Hype‘ hat sich umgekehrt. Wenn man aufs klassische Theater schaut, fällt mir spontan „Die heilige Johanna“ ein, aber es gibt nicht viele Stücke mit weiblichen Hauptrollen. Ich liebe starke Frauen, ich werde inspiriert durch starke Frauen, und finde es wichtig, dass wir auch einmal die Hauptrolle einnehmen und nicht einfach nur Beiwerk sind; die Frau, die hinter dem Mann steht und ihn unterstützt und ihn berät; sondern dass wir auch unsere Würde und unsere Kraft zur Veränderung zeigen können.


FF Mag: Liebe Anne, vielen Dank für deine Zeit und das schöne Gespräch. Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft!

Anne: Vielen Dank, ich habe mich sehr gefreut!

Regie: Anne Berndt

Mehr von Anne gibt’s auf anneberndt.de

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