Kleine Hunde mit großen Ansprüchen

Früher hab ich mehr geschrieben.
Okay, das war gel­o­gen. Aber der Dozent meines Lit­er­atur­the­o­riesem­i­nars hat gesagt, das wäre ein guter Anfang für einen Roman. Ich klaue es aber eigentlich nicht von ihm, son­dern von einem mein­er Mit­studieren­den, die solche Sätze ganz neben­bei raushauen. Sie sagen auch Sachen wie: „Für Lit­er­atur­wis­senschaften inter­essiere ich mich, seit­dem mich in der Schule die Faustlek­türe so gefes­selt hat.“ Was soll man dazu sagen, wie soll man da mithalten?

Rezension: “Ein wirklich erstaunliches Ding” von Hank Green

Auf dem Heimweg von der Arbeit fällt April May eine beson­dere Stat­ue auf. Ein virales Video später wird aus der unter­bezahlten Grafikde­signer­in ein gefragter Internetstar.
In “Ein wirk­lich erstaunlich­es Ding” reflek­tiert Hank Green, was soziale Medi­en mit uns und unserem Leben anstellen.

Judith Butlers Appell an manische Liebe in „The Force of Nonviolence”

Anfang dieses Jahres veröf­fentlichte die amerikanis­che Philosophin und Sozialthe­o­retik­erin Judith But­ler ihr neues Buch “The Force of Non­vi­o­lence: An Ethico-Polit­i­cal Bind”. Dabei greift But­ler auf ihre frühere Arbeit über Psy­cho­analyse und ihre Vorträge über Trauer­fähigkeit zurück und entwick­elt ein starkes ide­al­is­tis­ches Argu­ment für eine gewalt­freie Weltstruktur.

Architektur und Ideologie (3): Die Psychopathologie des Hochhauses

In J.G. Ballard’s 1975 erschienen­em Roman High-Rise ver­fällt eine Mikro­ge­sellschaft in einem gigan­tis­chen Wohn­turm langsam, aber sich­er einem ani­malis­chen Anar­chis­mus. Dabei sind die psy­chopathol­o­gis­chen Effek­te der Mieter*innen eng mit der Bauweise und dem Eigen­leben des Hochhaus­es verschlungen.

Architektur und Ideologie (2): Planstädte, Berliner Mietskasernen und verlassene Orte

Heutzu­tage fegt die Gen­tri­fizierung durch Berlin und macht zwar Häuser und Bezirke gle­ich, aber nicht die ges­pal­tene Gesellschaft. Statt Abschaf­fung der Klas­sen­ge­sellschaft die Ver­drän­gung der Armut: Früher in der Miet­skaserne, heute im Plattenbau. 

Architektur und Ideologie (1): Was ist Architektur?

Architek­tur ist wed­er reines Bauen noch reine bildende Kun­st. Sie liegt irgend­wo in der Mitte zwis­chen Men­schen, Ide­olo­gien und der Kun­st. Dabei ist sie immer ein direk­ter Aus­druck der Zeit, in der sie errichtet wird und des anthro­pol­o­gis­chen Ver­ständ­niss­es, welchem sie sich verpflichtet. Was ist es also in der Beziehung zwis­chen Architek­tur und Gesellschaft, was so einzi­gar­tig ist? 

Wie das Panoptikum Gefängnisse auf der ganzen Welt inspirierte

Das Panop­tikum wäre schließlich zum architek­tonis­chen Abbild der Ver­schiebung der Macht­struk­turen, die sich im poli­tis­chen und sozialen Bere­ich vol­l­zog, gewor­den, wäre es wirk­lich nach Ben­thams Entwür­fen umge­set­zt wor­den. Der Vor­re­it­er Big Broth­ers inspiri­erte Strafanstal­ten auf der ganzen Welt.

Eine queere Lesart vom ‘Großen Gatsby’

Der Große Gats­by von F. Scott Fitzger­ald ist sicher­lich keine Neuent­deck­ung in der weit­en Welt der lit­er­arischen Wun­der­w­erke. Jedoch wirkt die Geschichte meist auf eine sehr ober­fläch­liche Art und Weise, da viele Inter­pre­ta­tio­nen sich an der Liebesgeschichte Gatsby‘s und der Sehn­sucht nach Geld aufhän­gen. Der Glanz der Dinge, die uner­füll­ten Wün­sche nach Liebe… man wird ger­adezu geblendet von der pom­pösen Lebensweise der gold­e­nen Zwanziger. Aber auch unter der ver­gold­e­ten Ober­fläche ist so einiges zu ent­deck­en, wenn man weiß, wo und wie man danach sucht.

Von der “Gleichheit” in der “Vielfalt”: Die Notwendigkeit eines post-essentialistischen Umdenkens der menschlichen Natur

Demokratis­che Gle­ich­heit ist ein human­is­tis­ches Ide­al, welch­es wir der men­schlichen Natur als Gesellschaft extrin­sisch, also von außen, zuweisen wollen. Ein­fach­er gesagt bedeutet das schlicht, dass wir trotz unser­er Unter­schiede Anspruch auf gle­iche Rechte, gle­ichen Respekt und gle­iche Chan­cen haben.

ARTS & CULTURE MAGAZINE
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